Hausanschlüsse sohlengleich eingebunden
Im Ahlener Ortsteil Vorhelm wurde die Mischwasserkanalisation im Bereich Kurze Straße, Stiege, Bredestraße und Schulstraße erneuert. In drei der genannten Straßen kamen Connex-Kanalrohre zum Einsatz.
Größere Nennweiten für drei Kanäle
Bei einer im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt Ahlen durchgeführten Kamerabefahrung waren Schäden an Teilen der örtlichen Mischwasserkanalisation deutlich geworden. Vier Straßenzüge waren betroffen: Die in den 1960er Jahren im Bereich Kurze Straße, Stiege, Bredestraße und Schulstraße verlegten Betonrohre Eiprofil DN 300/450 wiesen bauliche Mängel auf, die eine Sanierung erforderlich machten. „Darüber hinaus lagen aber auch neue hydraulische Anforderungen vor, die eine Vergrößerung der Nennweiten erforderlich machten“, erläutert M. Sc. Dipl.-Ing. Robert Reminghorst, Gruppenleiter Ahlener Umweltbetriebe Stadtentwässerung und Straßenbau, den Umfang der Maßnahme. „In erster Linie mit Blick auf die zunehmenden Starkregenereignisse haben wir uns dazu entschlossen, die Nennweiten von drei der vier sanierungsbedürftigen Kanäle zu vergrößern, sodass diese künftig auch als Stauraumkanäle fungieren.“ Lediglich unter der Schulstraße blieb mit Blick auf die Nennweite alles beim Alten, da hier im Gegensatz zu den anderen Straßen eine grabenlose Sanierung des 280 m langen Kanals mit Schlauchliner durchgeführt wurde. In den anderen Straßenzügen ersetzte Gröschler die alten Betonrohre Eiprofil DN 300/450 auf einer Länge von rund 670 m durch Connex-Kanalrohre in Nennweitenbereichen von DN/OD 315 bis DN/OD 800. Zusätzlich wurden die vorhandenen Hausanschlussleitungen geprüft und wenn nötig im Rahmen der Baumaßnahme ebenfalls mit erneuert.
Vario-Abzweig gab den Ausschlag
„Vor allem aufgrund der größeren Nennweiten des Sammlers ergab sich eine neue Anforderung bezüglich der Hausanschlussleitungen“, erläutert Dipl.-Ing. Dieter Sievers, Bauleiter Ahlener Umweltbetriebe Stadtentwässerung und Straßenbau, „denn die Einbindepunkte mancher Zuläufe lagen jetzt unterhalb des Kämpfers.“ Ein Sachverhalt, der bei der Auswahl eines geeigneten Kanalrohrsystems eine entscheidende Rolle spielte: Mit dem Connex Vario-Abzweig bietet Funke eine probate Lösung für Einbausituationen wie die in Ahlen, bei der ein sohlengleicher Anschluss geschaffen werden muss. „Für den Auftraggeber war das ein überzeugendes Argument – die Tatsache, dass unser Formteilprogramm diese Lösung bietet, hat maßgeblich zu der Entscheidung zugunsten des Connex-Kanalrohrsystems beigetragen“, erinnert sich Funke-Fachberater Ralf Erpenbeck. „Mit dem Connex Vario-Abzweig ließen sich die Hausanschlussleitungen jedenfalls problemlos in den Sammler einbinden“, bestätigt Gröschler-Polier Christian Amsbeck.
Bewährte Anschlusstechnik
In anderen Einbindesituationen konnte mit dem herkömmlichen Connex-Anschluss gearbeitet werden. Bei dem sorgt ein integriertes Kugelgelenk dafür, dass Rohre in einem Bereich von 0° bis 11° schwenkbar sind. „Damit erfüllt der Connex -Anschluss die Anforderungen der ATV-DVWK-A139, wonach Anschlussleitungen so hergestellt und angeschlossen werden müssen, dass sie Bewegungen aufnehmen können“, erklärt Fachberater Erpenbeck. „Die Flexibilität und Gelenkigkeit des Bauteils tragen dazu bei, dass neu verlegte Hausanschlussleitungen die gewünschte Ausführungsqualität erreichen und zudem eine lange Lebensdauer bieten – das Bauteil lässt sich zudem einfach einbauen.
Auch bei der Verlegung der Connex -Kanalrohre profitierten die Arbeiter von den Produkteigenschaften des Kanalrohrsystems: „Die eingesetzten Rohre waren für meine Männer gut zu handhaben“, so Amsbeck weiter. „Mit den verwendeten 3 und 6 m-Stangen waren wir für alle Eventualitäten gerüstet, zum Beispiel, wenn Schächte gesetzt werden mussten. In diesen Situationen sind die Kunststoffrohre – anders als manch anderer Werkstoff – sauber und schnell abzulängen, zudem fällt wenig Abfall an.“
Schnell und sicher verbunden
Gleiches gilt für die HS-Kanalrohre, die in der Ausführung braun und in der Nennweite DN/OD 160 für die zu erneuernden Hausanschlussleitungen eingesetzt wurden. Dort, wo die Kunststoffrohre mit noch intakten Hausanschlussleitungen aus Betonfalzrohren verbunden werden mussten, konnte die VPC-Rohrkupplung ihre Stärken ausspielen. Mit der VPC-Rohrkupplung lassen sich Rohre der gleichen Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen optimal und sicher miteinander verbinden. Ein Vorteil, den sich auch die Tiefbauer in Ahlen bei ihren Kanalsanierungsarbeiten zunutze machten: „Da unterschiedliche Werkstoffe in der Regel verschiedene Durchmesser aufweisen, musste bislang regelrecht gebastelt werden, um eine vernünftige Übergangslösung zu schaffen“, erklärt Dipl.-Ing. Guido Evermann, Bauleiter, Gröschler Bauprojekt GmbH. „Das gehört mit der VPC-Rohrkupplung der Vergangenheit an.“ Da die Betonfalzrohre mit Fuß ausgestattet waren, kam eine VPC-Rohrkupplung in der Ausführung BF zum Einsatz.
Die Baubeteiligten in Ahlen sind mit ihrer Entscheidung zugunsten der Rohre und Formteile von Funke rundum zufrieden: Die Produkte haben sowohl mit Blick auf technische als auch wirtschaftliche Gesichtspunkte vollauf überzeugt; insbesondere der Umstand, dass man mithilfe des Connex -Vario-Abzweigs problemlos einen sohlengleichen Anschluss habe herstellen können, sei für die Umsetzung des Projektes in Ahlen perfekt gewesen.